
Olympia 2012 in London – Foto: Wolfgang Pfensig / Pixelio
Wertungsrichter mit Fragezeichen
Während das zuvor erwartete Verkehrschaos in London zu Olympia 2012 ausblieb, machten die Wertungsrichter mehrfach keine allzu gute Figur. Da wird eine deutsche Siebenkämpferin zunächst disqualifiziert, weil man sie mit einer ukrainischen Läuferin verwechselt hat. Dann misst man den weitesten Wurf der deutschen Hammerwurf-Weltrekordlerin zunächst erst einmal um 5 m zu kurz. Zuvor geht ein Boxer mehrfach in die Knie und gewinnt gleichwohl den Kampf. Die längste Kampfsekunde aller Zeiten im Fechten ermöglicht einer deutschen Fechterin den Einzug ins Finale. Einem Wettkampfrichter fällt die weiße Fahne für einen gültigen Versuch im Weitsprung zu Boden und er hebt die rote Fahne. Die perfekten Spiele zeigten hier auch mal allzu menschliche Schwächen.
Deutsches Gesamtergebnis ansprechend
Die deutsche Olympia-Mannschaft kann mit 44 Medaillen und weit über 100 Platzierungen unter den ersten 8 sehr zufrieden sein. Platz 6 im Medaillenspiegel und Platz 5 bei den Top 8-Platzierungen zeigen ein großartiges Leistungsbild des deutschen Sports. Man muss bedenken, dass die weltweite Leistungsdichte immer größer wird und sich bei Olympia 2012 insgesamt 85 Länder in den Medaillenspiegel einschreiben konnten. Da ist es erfreulich, wenn die deutschen Vertreter besser als in Peking (41 Medaillen) abgeschnitten haben. Sicherlich, die Schwimmer und Schützen blieben weit hinter den Erwartungen zurück, aber die Leichtathleten haben sich eindrucksvoll auf dem internationalen Parkett zurückgemeldet. Ruderer, Radfahrer und Kanuten waren wie immer eine Bank.
Medial erstklassige Präsentation
Über bis zu sechs Livestreams konnten die deutschen TV-Zuschauer erstmals ihr Programm individuell zusammenstellen – im Rückblick eine großartige Neuerung, die vielfach genutzt wurde. Faszinierende Zeitlupenaufnahmen zeigten grandiose Bilder und tolle Spiele, die in Erinnerung bleiben werden.