Hygiene im eigenen Gartenpool

Ohne sorgsam betriebene Pool-Hygiene verwandelt sich ein sauberes Schwimmparadies innerhalb kürzester Zeit in einen trüben, grünlichen Tümpel mit glitschigem Boden und Wänden. Die Wasserpflege sollte deshalb unerlässliche Routine für jeden Poolbesitzer sein.

Mechanische Reinigung

Pool-Roboter

Quelle: poolsana.de

Zuerst gilt es den Pool vor Verschmutzungen von Außen zu schützen. Eine Poolabdeckung und das Abduschen vor dem Schwimmen verhindern unnötige Schmutzeintragung.
Zusätzlich sollten Laub und anderen Fremdkörper regelmäßig mit einem Kescher entfernt werden und der Poolboden mit einem Poolsauger oder Poolroboter gereinigt werden. Der Skimmer, der an die Filterpumpe angeschlossen wird und an der Wasseroberfläche Verschmutzungen abfängt, sollte einmal wöchentlich gesäubert werden. Die Filteranlage reinigt das Wasser dann von feineren Partikeln und sollte bei Nutzung eines Sandfilters jede Woche rückgespült werden. Es empfiehlt sich außerdem an Beckenwänden und -boden alle zwei Monate mit einer Poolbürste Belägen zu entfernen.

Chemische Reinigung

Die Desinfektion eines Pools ist zwingend nötig, da bei Temperaturen über 20° C das Bakterien- und Algenwachstum stark ansteigt. Unabhängig davon ob mit Chlor oder Aktivsauerstoff gearbeitet wird, ist der pH-Wert des Wassers entscheidend für den Erfolg, denn beide Mittel wirken nur bei einem pH-Wert von 7,0 bis 7,4 sicher. Das meistgenutzte Mittel ist Chlor. Zur erstmaligen Desinfektion wird der Chlorgehalt auf bis zu 3 mg/l angehoben. Für den späteren Badebetrieb sind 0,5 – 1 mg/l optimal. Chlortabletten, die in den Skimmer gegeben werden und sich langsam auflösen, sind eine einfache Lösung. Aktivsauerstoff ist eine hautfreundliche und geruchsarme Alternative zum Chlor. Da allerdings eine sichere Wirkung nur bei Wassertemperaturen bis etwa 30° C gewährleistet ist, kann eine Chlorung dennoch nötig sein. Beide Mittel können problemlos im Wechsel oder in Kombination genutzt werden. Dem Algenwachstum kann zusätzlich mit speziellen Algiziden vorgebeugt werden. Beginnt das Wasser dennoch trüb zu werden, ist eine Stoßchlorung empfehlenswert.